• DeutscheStickgilde.NadelUndFadenOsnabrück

Nachlese

Am zweiten Septemberwochenende war es wieder einmal soweit: die Nadel und  Faden in Osnabrück, Verkaufs- und Ausstellungsmesse für Textile Kunst öffnete für drei Tage die Tore für Alle, die gerne mit textilen Materialien hantieren.

In diesem Jahr hat Frau Ellen-Moschitz-Finger, die die Veranstaltung vor nunmehr 24 Jahren ins Leben gerufen hat, die Deutsche Stickgilde eingeladen, sich auf der Nadel und Faden zu präsentieren.

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Diese Einladung haben wir gerne angenommen. Thomas und Bärbel haben ganz im Süden der Republik ihr Auto voll geladen, Mäxchen (unser Faktotum auf vielen Messen) auf den Rücksitz gepackt und ab gings in den Norden der Republik.

Zwischendurch gab es immer wieder einen grossen Capuccino zum Munter bleiben. Nach 8 Stunden war es geschafft, das Hotel gefunden und mmmmh ebenso das leckere Essen in deren Restaurant.

Und dann schnell ins Bett und Stärken für den nächsten Tag

Mit Glück haben wir relativ schnell einen Tischwagen ergattert, der unsere Ladung auf einmal aufnehmen konnte, so dass wir uns nur einmal vor dem grossen Aufzug die Füsse platt stehen mussten, bevor wir anfangen konnten, unsere Schätze in unserem Stand auf der Empore im ersten Stock aufzubauen. Ein bisschen versteckt, aber das kennen wir ja von unserem Handwerk: es blüht meist im Verborgenen, aber wie!

Natürlich ist es auf 10qm nicht möglich, all das zu zeigen, für das die Deutsche Stickgilde steht: Vielfalt der Techniken und grossartige textile Kunstwerke. So haben wir uns entschieden, auch dort noch einmal die Arbeiten aus der Aktion „Friedenssticken“ von Britta und die Beiträge zum Wettbewerb 2018 der Gilde auszustellen.

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Eine sehr positive Überraschung war die Ausstattung mit Lochwänden, das macht das Platzieren der vielen kleineren Arbeiten doch einfacher und schneller! Für’s Erste sind wir schon eimal ganz zufrieden! Jetzt geht es an die Feinarbeit!

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Erst einmal fertig für die Nacht…. aber da fehlt doch noch was? Genau, der Blumenschmuck. Und das führte zu einem Abenteuer, das wir so nicht erwartet hätten. Zwei Stunden sind wir in der Stadt herumgeirrt bei dem verzweifelten Versuch, ein Blumengeschäft zu finden, bei dem es wirklich echte Blumen gab! Inklusive Nachfrage in der Tourist-Information, die uns in ein Geschäft schickte, das noch am meisten Auswahl hätte…. Ein Eimer mit Riesendahlien und sonst nur Riesengestecke! Wir waren und sind eigentlich immer noch fassungslos. Nun denn, irgendwann haben wir aufgegeben, uns ins Auto gesetzt und Richtung Hotel gefahren. Immer ausschauend nach links und rechts, bis ich dann ganz laut rief: Anhalten, Blumen!!! Ein kleines Geschäft in einer Seitenstrasse, bei dem wir zumindest ein bisschen erfolgreicher waren. So hiess es halt am nächsten Tag Erika zuschneiden anstatt kleine Astern, eine Bromelie dorthin stellen, wo eigentlich ein hoher Strauss stehen sollte und unsere ummantelten Müslidosen mit Weizen und Buchsbaum füllen.

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Mäxchen und unser Family-Hangout haben auf der Eingangseite wieder gut als Attraktion zum Anlocken der Besucher*innen gewirkt.

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Die Gespräche mit den Besucher*innen waren nicht ganz so häufig wie erhofft, aber doch sehr interessant. Schade ist es nach wie vor, dass das Hand-Sticken die junge Generation noch nicht so ganz erreicht hat. Der Hauptanteil der Besucher*innen war jenseits der 70 und wie wir ja alles wissen, denken dann immer, dass sie das alles ja nicht mehr sehen können, und dass die Mutter oder Oma das ja auch immer gemacht hätten… Interessant ist dabei immer, welche Technik gerade vorgeführt wird: da ist dann auf dem Mustertuch für Hohlsaum, Ajour und Plattstich alles vorhanden von Kreuzstich bis Hardanger… Aber was solls, das kennen wir ja nun schon seit vielen Jahren und freuen uns einfach, dass doch ab und zu jemand vorbeikommt, der begeistert auf all die verschiedenen Techniken reagiert, die das Sticken so bereit hält. Und sich gerne auch über längere Zeit von uns hat erklären lassen, wie schön modern das klassische Handwerk gestaltet werden kann. Und wie viel es zu lernen gibt. Also schauen wir einfach positiv in die Zukunft!

Im nächsten Blog erzählen wir noch ein bisschen mehr über das, was wir auf der Nadel und Faden so alles entdeckt haben, das für uns als Sticker*innen und als Stickgilde interessant sein kann.

Bis dahin grüsst euch herzlichst euer

Blogger-Team

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